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Crew Ressource Management

Die meisten Flugzeugunfälle sind nicht Folge technischer sondern menschlicher Probleme (Human Factors). Dies hat die Luftverkehrsbehörden schon seit vielen Jahren veranlasst Piloten und Kabinenbesat-zungen ein spezielles Kommunikationstraining gesetzlich vorzuschreiben.

Crew Resource Management (CRM) ist die sinnvolle Nutzung aller zur Verfügung stehenden Resourcen, sowohl der Flight-Crew als auch der Ground-Crew und aller technischen Systeme und Informationsquellen, um eine sichere und effiziente Durchführung der Aufgaben zu erreichen. Um dies zu gewährleisten sollen durch CRM die Kommunikations- und Managementfähigkeiten der Luftfahrzeugbesatzungen bzw. Teams verbessert und trainiert werden.

Bausteine

Beim Crew Resource Management (CRM) Training unterscheidet man vier Bausteine: »Cooperation«, »Leadership« and »Management Skills«, »Situation awareness« sowie »Decision making«. »Cooperation« fördert die Teamarbeit, berücksichtigt alle Crew Mitglieder, wirkt unterstützend und löst Konflikte nach dem Grundsatz: »was ist richtig« und nicht »wer hat recht«. »Leadership and mangement skills« bedeutet, strukturiert zu denken und zu handeln, Prioritäten zu setzen, die Crew bzw. das Team über Planung und Ziele motivierend zu informieren. »Situation awareness« heißt, ein genaues mentales Bild der Faktoren und Umgebungsbedingungen in Bezug auf die Erreichung eines Zieles zu haben und strukturiert zu verarbeiten. »Decision making« in Notfallsituationen verlangt, daß alle verfügbaren Informationen genutzt werden und nach Analyse, entsprechend der Vorschriften und festgelegten Verfahrensregeln (Procedures bzw. Algorithmen) zur Problemlösung verwendet werden.

Umsetzung

Medizinische Teams stehen vergleichbaren Problemen und Aufgaben gegenüber. Fehler und Fehlverhalten im medizinischen Bereich sind vergleichbar multifaktoriell und folgen den Gesetzen einer Fehlerkette. Dies führt zu dem Begriffen »Human Error« und »Human Performance Limitation« als wichtige Teil einer Fehlerkette. Human Error ist ein Teil des Begriffes »Human Factor«, der nach Sheridan und Young (Aerospace Medicine, 1996), auch die Interaktion zwischen am Geschehen beteiligten Menschen beinhaltet.

 

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